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Jeder Vierte kann sich Kauf eines E-Autos vorstellen

Die Angst vor geringer Reichweite und der schleppende Ausbau der Ladeinfrastruktur hemmen den Erfolg der E-Mobilität
© Foto: Ampnet/General Motors

Laut der TÜV Mobility Studie ist es für ein Viertel der deutschen Bevölkerung vorstellbar, dass ihr nächstes Auto ein elektrisches sein wird. Reichweitenangst und Ladesäulenmangel bremsen einen noch größeren Boom der E-Mobilität aber weiterhin aus.


Datum:
17.05.2022
Autor:
Saskia Doll
Lesezeit:
4 min
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Gut 26 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, als nächstes Fahrzeug ein Elektroauto anzuschaffen. Dagegen halten 52 Prozent den Kauf eines E-Auto für unwahrscheinlich und 22 Prozent haben keinerlei Pläne für die Anschaffung eines Autos. Das hat eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.000 Personen ab 16 Jahren ergeben. „Trotz des aktuellen Absatzbooms bei Elektrofahrzeugen gibt es in der Bevölkerung immer noch viele Vorbehalte gegen die Elektromobilität“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. Gegen die Anschaffung eines Elektroautos sprechen laut Umfrage an erster Stelle die geringe Reichweite (für 49 Prozent), gefolgt von hohen Anschaffungskosten (46 Prozent) und der geringen Verfügbarkeit von Ladestationen (44 Prozent). Zudem haben 42 Prozent Zweifel, ob Elektrofahrzeuge umweltfreundlicher sind als Verbrenner.

„Im Vergleich zu unserer letzten Befragung vor zwei Jahren hat sich an den Bedenken trotz der technischen Entwicklung und staatlicher Förderprogramme kaum etwas geändert“, sagte Bühler. Die aktuell hohen Verkaufszahlen könnten sich als Strohfeuer erweisen, wenn Politik und Hersteller jetzt nicht gegensteuern. „Wir brauchen eine Offensive für mehr Ladestationen, eine zielgenauere Förderung und mehr günstige E-Autos für Jedermann. Und wir müssen besser darüber informieren, welchen Beitrag die Elektromobilität für den Umwelt- und Klimaschutz leisten kann“, so Bühler.  Schon jetzt sei die Reichweite von E-Autos für den Mobilitätsbedarf der meisten Menschen mehr als ausreichend.

Maßnahmen zum Klimaschutz

Neben besseren Bedingungen für die Elektromobilität befürworten die Befragten verschiedene Maßnahmen, um die Klimabelastung durch den Straßenverkehr zu verringern. 80 Prozent fordern einen beschleunigten Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und 82 Prozent wünschen sich einen kostenfreien ÖPNV. 70 Prozent der Befragten fordern außerdem einen beschleunigten Ausbau der Infrastruktur für Fahrräder und 49 Prozent wünschen sich eine finanzielle Förderung von Lastenrädern und E-Bikes. Auch kontrovers diskutierte Maßnahmen finden eine Mehrheit: 56 Prozent befürworten ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen (38 Prozent lehnen ab) und 49 Prozent sind für eine Verschärfung der Abgasgrenzwerte für Pkw (38 Prozent lehnen ab). Immerhin 40 Prozent befürworten ein Tempolimit von 30 km/h in Städten, 55 Prozent der Befragten sind aber dagegen. Auch eine City-Maut oder Null-Emissionszonen lehnt eine Mehrheit ab.

Sicherheit im Straßenverkehr verbessern

Was die technische Sicherheit der Fahrzeuge angeht, werden Fahrerassistenzsysteme immer wichtiger. 44 Prozent der Befragten haben laut der TÜV Mobility Studie Assistenzsysteme bereits genutzt. „Auch Assistenzsysteme können verschleißen“, sagte Bühler. Anfällig sei vor allem die empfindliche Sensorik, die durch Parkrempler oder unsachgemäße Reparaturen beeinträchtigt werden kann. „Sind die Sensoren beschädigt oder falsch ausgerichtet, können sie zu Fehlfunktionen des Systems führen. Dann werden Sicherheitssysteme zum Unfallrisiko“, meint Bühler. Deshalb sei es wichtig, Funktion und Wirkung von Assistenzsystemen regelmäßig bei der Hauptuntersuchung zu überprüfen. Drei von vier Befragten sprechen sich dafür aus, dass Assistenzsysteme von unabhängigen Stellen geprüft werden (75 Prozent).

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