Der von Cyclomedia veröffentichte Urban Road Safety Index (URSI) 2024 ist eine umfassende Studie, die die Wahrnehmung der Verkehrssicherheit in 32 europäischen Metropolen unter die Lupe nimmt. München landet dabei unter den Top 10, Hamburg ist unter den ersten 20. Berlin, Frankfurt und Köln schneiden im europäischen Vergleich gut ab, haben aber aus Sicht der Befragten noch Nachholbedarf bei Radwegen und Ladeinfrastruktur.
In allen Städten der Studie wird als häufigste Maßnahme, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, eine bessere Trennung der Fahrbahnen erwähnt. Überraschend dabei: Die Mehrheit der Deutschen ist für Tempo 30 in Städten und für ein absolutes Alkoholverbot. Das höchste Sicherheitsempfinden in Europa haben die Bewohner von Tallinn in Estland, 88 % der Teilnehmenden fühlen sich sicher, am unteren Ende finden sich Rom und Athen, wo die Unsicherheit im Verkehr vorherrscht.
Trotz des hohen Sicherheitsempfindens in deutschen Städten besteht noch einiges an Nachholbedarf, zum Beispiel bei Radwegen und Fahrradinfrastruktur, am besten schneidet dabei noch München mit 62 % ab. Europäischer Vorreiter ist Helsinki mit 79 %. Interessanterweise hat Amsterdam, das für seine vielen Radfahrer bekannt ist, nur 44 %. Weiters kommt es in deutschen Städten gut an, innerstädtisch ein Tempolimit von 30 km/h einzuführen, ebenso herrscht Übereinstimmung, was die Einführung des absoluten Alkoholverbots im Straßenverkehr angeht.
Cyclomedia Deutschland-Geschäftsführer Thomas Homrighausen dazu: "Die Studie liefert wertvolle Erkenntnisse für die Stadtplanung der Zukunft. Sie zeigt, wo wir stehen und wo wir hin müssen, um unsere Städte sicherer und lebenswerter zu machen. Die Herausforderungen sind vielfältig, aber deutsche Städte sind trotz einiger weniger Defizite aus Sicht ihrer Bürgerinnen und Bürger auf dem richtigen Weg."
Für weitere Details steht der Urban Road Safety Index 2024 auf der Webseite von Cyclomedia zum Download zur Verfügung.