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Citroen C4 Cactus Tagebuch: "Ein richtiger Citroen"

Im Altmühltal ging es für den Cactus an den Limes und anschließend an den geografischen Mittelpunkt Bayerns
© Foto: Gregor Soller

Die Test&Technik-Redaktion der „Fahrschule“ stellt den Citroen C4 Cactus auf die Probe. In einem Tagebuch berichtet Ressortleiter Gregor Soller über seine Erfahrungen mit dem optisch etwas anderen Franzosen.


Datum:
09.01.2015
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Samstag, 20.12.2014: Innenstadteinsatz. Hier nervt einmal mehr die breite C-Säule, die komplette Fahrradzüge mit Anhängern verschluckt. Entsprechend vorsichtig agieren wir beim rechts abbiegen, was den Vorteil hat, dass man sich ohne Schulterblick definitiv nicht mehr ums Eck traut. Beim Parken wird man wegen der weit oben endenden Scheiben mutiger: Optisch steht man schon längst am Hinter- oder Vordermann an – in Wahrheit bleiben einem aber dann noch rund 10 bis 15 Zentimeter Luft. Dank der Airbumps ist es kein Problem, hier auch mal „auf Block“ zu rangieren. 

Sonntag, 21.12.2014: Ausfahrt ins Grüne. Auch auf dem Land zieht der Cactus die Blicke auf sich. Vor allem Damen in großen SUVs drehen sich nach dem Franzosen um oder stupsen, falls sie nicht selbst fahren, den Lenker an, um ihn auf den Cactus hinzuweisen.

Montag, 22.12.2014: Eine Schülerhorde steht um den Cactus herum, der kontrovers diskutiert wird: Von „Batman“ bis „Pfannkuchengesicht“ reicht die Diskussion, bevor einer auf die Uhr schaut und den Rest der Truppe zum Weitergehen ermahnt. Auch ein fahrzeugaffiner Nachbarsjunge hat das Auto längst entdeckt und sich gewundert, wer das wohl fährt.

Dienstag, 23.12.2014: Weihnachtseinkäufe im Supermarkt. Hier sind die Airbumps echt entspannend: Kaum Stress mit Einkaufswagen, keinen Stress beim Einparken und ein ausreichend großer Kofferraum für Nahrungsmittel satt – schließlich will die Familie bekocht werden. Beim Verstauen der Köstlichkeiten stört nur die hohe Ladekante und die scharfkantige Hutablage: Wer mit dem Kopf zu tief in den Laderaum „eintaucht“, kann sich hier tatsächlich eine blutige Stirn holen. Wenigstens lässt sie sich leicht ausbauen.

Mittwoch, 24.12.2014: Weihnachten. Auf der Münchner Leopoldstraße erregt der Cactus einmal mehr Aufsehen und stiehlt sogar dem C6 des prominenten Barkeepers Charles Schumann die Show, der seinen Weihnachtsbaum einfach auf das Dach seines Citroen gebunden hat – ohne Dachständer. Beim Cactus hätte man ihn diagonal an den beiden Dachrelingseiten verzurren können. Abends fällt den Fondfahrgästen auf, dass sie kein Licht haben: Tatsächlich bescheidet sich Citroen beim Cactus mit einer eher düsteren Frontleuchte und zwei Lesespots. Wenn man schon spart: Warum bringt man die Leuchte nicht mittiger an und zieht die Spots von dort nach vorn? Immer wieder ein Kritikpunkt: Die schwache Synchronisation des Rückwärtsganges, der immer mit Nachdruck eingelegt werden muss.

Donnerstag, 25.12.2014: Zeit, das Auto einmal schnell zwischen zu reinigen. Dabei entpuppen sich die Polster als erstaunlich pflegeleicht, selbst Schokoflecken bekommt man wieder heraus. Beim grellen Sonnenlicht fallen uns allerdings die zahlreichen Tapper auf dem Bediendisplay auf, das wir nicht geputzt haben. Die vordere Fußmatte sollte man mit Bedacht entfernen, sonst wirft sie gleich die Befestigungsösen von sich, um sie am Teppichboden zu verankern. Sie lassen sich aber immerhin problemlos wieder einklipsen.

Freitag, 26.12.2014: Mit dem sauberen Auto Vorfahrt zu den Eltern. „Ja, das ist wieder ein richtiger Citroen“, entfährt es spontan meinem Vater, der einst DS-begeistert war und dann leidenschaftlich CX fuhr. Nur einen Haltegriff zu besseren Ein- und Aussteigen am Dach vermisst er jetzt im fortgeschrittenen Alter. Trotzdem: Weiche Sitze, wilde Farben und die Idee des Reisekoffers – das kann auch bei der älteren Generation funktionieren. Im Altmühltal steuern wir den Cactus an den Limes und anschließend an den geografischen Mittelpunkt Bayerns, wodurch der Franzose etwas Kulturunterricht erhält.

(gs)


Tagebuch: Citroen C4 Cactus

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