Montag, 16. Dezember 2019

05.09.2018Nachrichten

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Studie: Fahrer von teuren Autos gelten als arrogant

Image, Automarken
Automarken und deren Fahrer - kommen dabei nur Klischee heraus oder steckt mehr dahinter?
© Foto: Goslar Institut

Sind Verkehrsrowdies, Drängler oder sonstige Unruhestifter auf den Straßen unterwegs, passiert es nicht selten, dass diese durch die anderen Verkehrsteilnehmer schnell einen unsichtbaren Stempel aufgedrückt bekommen. Sätze wie „Typisch, wieder ein XY-Fahrer“ oder „Na logisch, der fährt ja auch XY“ schießen einem da schon mal durch den Kopf. Ob das Image verschiedener Automarken auch tatsächlich auf deren Fahrer übertragen werden kann oder ob die Fahrer im Umkehrschluss vielmehr für das Image der von ihnen bevorzugten Marken verantwortlich sind, hat die Unternehmensberatung Progenium in einer Studie untersucht, von der das Goslar Institut in einer Pressemitteilung berichtet.

Für die Untersuchung wurden rund 2.000 Bundesbürger befragt, welche Vorstellung sie von Menschen am Steuer bestimmter Automarken haben. Dazu sollten die Studienteilnehmer den Fahrern Merkmale wie „Frau oder Mann“, „sportlich oder unsportlich“, „schlank oder dick“, „bescheiden oder arrogant“ oder „umweltbewusst oder eben nicht“ zuordnen. Außerdem sollten die Befragten das Alter und das jeweilige Einkommen der Fahrer schätzen.

Die Ergebnisse im Überblick

Generell geht aus der Studie hervor, dass Menschen, die ein teures Auto fahren, durchweg als arrogant eingeschätzt werden. Den Spitzenplatz dabei belegen Ferrari-Fahrer, dicht gefolgt von Porsche-Kollegen. Außerdem sollen sie Gutverdiener und im Job erfolgreich sein. Umweltbewusstsein ist ein Merkmal, das ihnen nicht zuerkannt wird.

Mercedes-Fahrer gelten laut Studie als arrogant, spießig, ernst und unsportlich und Personen hinter Audi- und BMW-Steuern als arrogant und vom Einkommen her nur mittelmäßig. Ford-Fahrern ergeht es da nicht besser. Sie sollen mittelerfolgreich, eher unattraktiv und unsportlich sein.

Weltoffen, fröhlich und damit gut schnitten die Automarken ab, die nach Ansicht der Befragten in der Mehrheit von Frauen gefahren werden. Dazu gehören Mini, Seat, Peugeot oder Smart. Und auch Toyota-Fahrer seien bescheiden, fröhlich und sogar umweltbewusst.

"Wer sich in der Beurteilung der Teilnehmer an dieser Untersuchung aufgrund seiner oder ihrer bevorzugten Automarke falsch beurteilt fühlt, braucht sich jedoch nicht zu grämen", kommentiert das Goslar Institut die Ergebnisse. "Denn selbst die Autoren der Studie sind sich nach eigener Aussage bewusst, dass die geäußerten klischeehaften Einschätzungen sehr grob verallgemeinernd sind und deshalb nicht unbedingt zutreffen müssen."

(ts)

 

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