Dienstag, 11. Dezember 2018

01.08.2016Nachrichten

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Wie Scheibenwischer den perfekten Durchblick schaffen

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Autofahrer sollten auch im Sommer regelmäßig ihre Scheibenwischer kontrollieren
© Foto: TÜV Süd

Nicht nur die viele Arbeit bei Regen nutzt Scheibenwischer ab. Im Sommer kommen dazu die vielen Insekten, die auf der Windschutzscheibe kleben. Das Chitin in ihrem Körper ist äußerst hart und kann deshalb Scharten in die Gummilippen des Scheibenwischers reißen. Dazu kommen Hitze sowie UV-Strahlung, die dem Gummi an den Wischblättern zusätzlich zu schaffen machen. Aus diesem Grund rät der TÜV Süd dazu, die Scheibenwischer regelmäßig zu kontrollieren.

„Grundsätzlich sollten konventionelle Wischer alle zwei Jahre ausgetauscht werden“, sagt Eberhard Lang von TÜV Süd. Er empfiehlt Produkte renommierter Marken: Denn der höhere Preis lohne sich in der Regel dank der längeren Lebensdauer und des besseren Wischerergebnisses. Doch nicht immer muss ein schlecht arbeitender Wischer gleich durch einen neuen ersetzt werden. Manchmal genüge es auch, ihn ordentlich sauber zu machen. Der Experte schlägt dafür eine gewöhnliche Nagelbürste vor: Zunächst sollte der Scheibenwischer abmontiert und dann mit genügend Wasser sowie Spülmittel oder Autoshampoo quer zur Gummileiste abbürstet werden. Bei hartnäckigem Schmutz empfiehlt Eberhard ein Küchentuch und unverdünnten Frostschutz für Scheibenwischanlagen. Lösungsmittel wie Verdünnung oder Benzin sollten dagegen nicht verwendet werden.

Schlieren wegen Silikonrückständen

Hinterlässt der Scheibenwischer ständig Schlieren auf der Scheibe, muss das nicht automatisch an den Wischern liegen. Oft sind Wachs- oder Silikonreste – beispielsweise aus der Waschstraße – der Grund. Mit Fensterreiniger oder einem speziellen Reinigungstuch lassen sich diese Rückstände gut entfernen.  

Hat der Autofahrer trotz neuer Wischer sowie sauberen Scheiben weiterhin einen schlechten Durchblick, kann das auch an den Wischarmen liegen. Rattert ein neues, hochwertiges Wischblatt, besteht die Möglichkeit, dass es nicht im richtigen Winkel auf der Scheibe anliegt. Dann sollten Autofahrer eine Werkstatt aufsuchen.

Nachrüstung von Flatblades

Viele neue Autos verfügen bereits ab Werk über gelenklose Scheibenwischer, sogenannte Flatblades, informiert der TÜV Süd. Wegen des gleichmäßigen Anpressdrucks wischen sie sauberer – vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. Viele ältere Fahrzeuge können umgerüstet werden. Der einzige Nachteil: Flatblades sind teuer. Mit bis zu zwei Jahren halten sie dafür aber auch länger, so die Erfahrungen des TÜV Süd.

Autofahrer sollten ihren Blick auch immer mal auf den Heckscheibenwischer richten. Bei einem altersschwachen Wischblatt kann es passieren, dass die Gummilippe irgendwann abreißt. Wer dann bei Regen unterwegs ist, bekommt durch den Rückspiegel keine freie Sicht. Außerdem können Metallteile des Wischblattes die Scheibe zerkratzen. (jg)   

 

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