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Immer größere Lücken bei Ladeinfrastruktur

Der Ausbau des Ladenetzes in Deutschland schreitet deutlich zu langsam voran
© Foto: Assanimoghaddam/dpa/picture-alliance

Der Bestand an E-Autos wächst weiterhin viel schneller als die Zahl der Lademöglichkeiten. Das ist das Ergebnis des aktuellen VDA-E-Ladenetz-Rankings.


Datum:
14.06.2022
Autor:
Saskia Doll
Lesezeit:
3 min
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Das E-Ladenetz-Ranking des Verbands der Automobilindustrie (VDA) attestiert Deutschland einen zunehmend großen Nachholbedarf beim Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Demnach gibt es derzeit in Deutschland knapp 60.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Das bedeutet, auf einen Ladepunkt kommen im Durchschnitt rund 22 E-Pkw. Beim letzten VDA-Ladenetzranking im Oktober 2021 waren es 21 E-Pkw und im Mai 2021 nur 17 E-Pkw.

Während in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt circa 57.000 Elektro-Pkw pro Monat in Deutschland neu zugelassen werden, wuchs die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte wöchentlich nur um etwa 330, heißt es beim VDA. Um das Ziel von einer Million Ladepunkten im Jahr 2030 zu erreichen, wären jedoch rund 2.000 neue Ladepunkte pro Woche nötig. Dafür müsste die Ausbaugeschwindigkeit versechsfacht werden. Wird das aktuelle Ausbautempo nicht gesteigert, wird es in Deutschland in acht Jahren nur rund 210.000 Ladepunkte geben, also nur knapp ein Fünftel des Zielwertes. In mehr als der Hälfte aller Gemeinden in Deutschland gibt es laut VDA zudem keinen einzigen öffentlichen Ladepunkt.

Schnellere Planung und Genehmigung

„Das Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen Elektrofahrzeugen bis 2030 hat die Notwendigkeit eines ambitionierten Ausbaus der Ladeinfrastruktur weiter erhöht. Trotzdem geht der Ausbau viel zu langsam voran“, bedauert VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Er müsse dem zu erwartenden Bedarf eigentlich zwei Jahren voraus sein. Auch der für die Elektromobilität notwendige Ausbau der Stromnetze müsse besser koordiniert werden. Um die Ausbaugeschwindigkeit zu erhöhen, seien vor allem schnellere Planungs- und Genehmigungsprozesse nötig, so die VDA-Präsidentin.

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